GreenSun

Fünf Projekte, denen man gerade jetzt folgen sollte

Von Diego Ocano

Da sind wir also, beim ersten Blogbeitrag für unsere Community. Viele Nachrichten können sich gerade überwältigend und rückwärtsgewandt anfühlen. Daran zu glauben, dass eine bessere Zukunft möglich ist, kann weit hergeholt und manchmal unmöglich erscheinen. Zuerst müssen wir uns daran erinnern, dass wir den Problemen der Welt noch nie in der Menschheitsgeschichte auf diese besondere Weise ausgesetzt waren; die Erinnerung, lokal zu handeln, ist immer eine erdende Antwort. Genauso wichtig ist es, sich daran zu erinnern, dass es großartige Menschen gibt, die großartige Arbeit leisten. Arbeit, die uns vielleicht ein wenig weniger beschämt sein lässt, wenn der Moment kommt, diesen Planeten an unsere Kinder weiterzugeben.

1. Going Green Media: die Geschichtenerzähler

Lösungen verbreiten sich nicht von allein; jemand muss die Geschichte gut erzählen. Going Green Media ist ein Medienunternehmen, das den Planeten an erste Stelle setzt und genau das tut: Kurzfilme und Dokumentationen über die Menschen, die wirklich etwas in Ordnung bringen – von Wildhütern in Afrika bis zu nachhaltiger Architektur und Materialinnovation.

Ich bin vor etwa 3 Jahren auf dieses wunderschöne Projekt gestoßen; ungefähr beim dritten Post, der mir gefiel, begann ich, ihnen zu folgen. Dieses Paar ist großartig, und ich kann mir all die Gespräche, Abenteuer und Projekte, die sie erkunden und teilen durften, nicht einmal ansatzweise vorstellen. Natürlich reisen sie bewusst und achtsam mit Blick auf ihren CO₂-Fußabdruck und begrenzen große Reisen absichtlich auf 3 pro Jahr. Sie sind eure Zeit und Aufmerksamkeit wert!

2. Agrotonomy: Vertical Farming im großen Maßstab

Agrotonomy baut aeroponische Tower-Farmen, vertikale Systeme, die Lebensmittel etwa dreimal schneller anbauen und dabei rund 95 % weniger Wasser verbrauchen als konventionelle Landwirtschaft im Boden – und sie haben sie auf fast jedem Kontinent errichtet. Was sie sehenswert macht, ist nicht nur die Technologie; es sind diese saftigen Videos, bei denen einem das Wasser im Mund zusammenläuft, mit Ernten, die gesund, kräftig und pestizidfrei aussehen. Millionen Menschen schauen ihre täglichen Ernten, und es hat etwas leise Radikales, Landwirtschaft zu einem der meistgesehenen Dinge im Internet zu machen.

Sie betreiben die vielleicht größte Social-Media-Präsenz in der Landwirtschaft: Instagram (7 Mio. Follower) und TikTok (4,5 Mio.).

Für mich war es leicht, sie zu finden, dank ihrer Popularität und ihrer einfachen, gut produzierten Videos. Für alle, die es nicht kennen: Aeroponik und Hydroponik sind Methoden, Lebensmittel ganz ohne Erde anzubauen – ja, richtig gehört: Die Wurzeln hängen frei und werden direkt mit Nährstoffen versorgt. Hier erfährst du mehr über diese Techniken.

3. Gardyn: Essen anbauen, wo du wohnst

Wenn Agrotonomy das kommerzielle Ende des vertikalen Anbaus ist, dann ist Gardyn das, wie es in einem Zuhause aussieht. Ihre hydroponischen/aeroponischen Türme ziehen bis zu 30 Pflanzen auf etwa 0,2 Quadratmetern groß, mit Sensoren und einem KI-Assistenten, der den Großteil der Pflege übernimmt. Es ist ein Blick auf etwas, das uns sehr am Herzen liegt: Intelligenz und bezahlbare Hardware, die die regenerative Wahl zur einfachen Wahl machen. Frisches Grün, das ganze Jahr über, ein paar Schritte von deiner Küche entfernt, ganz ohne Gartenerfahrung.

4. The Venus Project: der lange Blick

The Venus Project gibt es seit Jahrzehnten, gegründet auf Jacque Frescos rund neunzig Jahren Arbeit, und man sieht ihm sein Alter auf die beste Art an. Während alle anderen Produkte optimieren, stellen sie die größere Frage: Wie würden menschliche Lebensräume aussehen, wenn wir sie von Grund auf so entwerfen würden, dass sie zur Tragfähigkeit der Erde passen? Städte, Energie, Ernährungssysteme, das ganze Paket. Man muss nicht jeder Schlussfolgerung zustimmen, um die Ambition klärend und anregend zu finden. Manchmal braucht es jemanden, der das Hundert-Jahre-Bild hochhält, damit der Rest von uns nicht vergisst, worauf wir uns Schritt für Schritt zubewegen.

5. Precious Plastic: Recycling zum Selberbauen

Precious Plastic hat die Maschinen für Plastikrecycling im kleinen Maßstab als Open Source veröffentlicht – Schredder, Extruder, Pressen – und die Baupläne kostenlos verschenkt! Das Ergebnis: Hunderte Werkstätten und Tausende Menschen weltweit, die Plastikmüll in Möbel, Fliesen und Produkte verwandeln, ganz ohne Fabrik. Es ist der reinste Ausdruck einer Idee, die wir lieben: Wenn man die Werkzeuge open source macht, skaliert die Community die Lösung. Ihr Feed ist voller Menschen, die beweisen, dass „Müll" nur Material am falschen Ort ist.

Als Softwareentwickler verstehe und unterstütze ich das Open-Source-Konzept zutiefst. Und es bei Hardware zu sehen, ist absolut großartig. Wirklich: Hut ab vor diesem Team.

Der rote Faden

Ein Medienunternehmen, ein Bauer kommerzieller Farmen, ein Haushaltsgerät, eine jahrhundertumspannende Vision und eine Open-Source-Community. Fünf sehr unterschiedliche Antworten auf dieselbe Frage: Wie machen wir regeneratives Leben zur Normalität? Jede macht den Weg ein Stück sichtbarer. Folgt ein paar von ihnen, lasst sie etwas weniger Nahrhaftes aus eurem Feed verdrängen, und sagt uns, wen wir übersehen haben – wir sind immer auf der Suche nach dem nächsten.